Eilenriede, Hannover

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Eilenriede

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Die Eilenriede ist der 650 ha große Stadtwald von Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover und wird auch als ihre "Grüne Lunge" bezeichnet. Das Waldgebiet ist neben dem Berliner Grunewald einer der größten zusammenhängenden Stadtwälder Europas. Die Eilenriede ist fast doppelt so groß wie der Central Park (340 Hektar) in New York.

Lage und Botanik

Die Eilenriede umschließt die Innenstadt in "C"-Form von Nordosten, Osten und Südosten. Sie reicht mit ihrem südöstlichen Ausläufer bis an den Maschsee 36. Das gesamte Gebiet ist durch gut ausgebaute Wanderwege erschlossen. Der Messeschnellweg führt seit den 1950er Jahren quer durch das Waldgebiet. Später wurde ein Lärmschutzwall errichtet. Der Wald wird in zwei Teile eingeteilt:

Von Kleefeld bis List reicht die Nördliche und die Vordere Eilenriede, durch Kirchrode und Südstadt bis nach Waldheim mit dem Maschsee 36 die südliche Eilenriede.

Heute finden sich hauptsächlich Eichen und Rotbuchen in der Eilenriede, aber auch Kiefern, Lärchen, Erlen, Birken und viele andere Baumarten. Früher wuchsen auf dem feuchten und sumpfigen Gelände hauptsächlich Erlen (Ellern).

Freizeit

Der Stadtwald bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, z.b.:

Name

Der Name Eilenriede leitet sich ab von den dort früher hauptsächlich vorkommenden Erlen (Ellern). Einige traditionsreiche öffentliche Einrichtungen in der Nachbarschaft zum Stadtwald sind nach ihm benannt:

  • Eilenriedehalle, eine der traditionellen Stadthallen und mit etwa 7000 Zuschauern Fassungsvermögen vor dem Bau der TUI-Arena bevorzugter Veranstaltungsort für Popmusik
  • Eilenriedestadion, frühere Spielstätte der Bundesligafußballer von Hannover 96, heute nur noch von dessen Amateurmannschaften
  • Eilenriedestift, ein Altenheim für Angehörige der Oberschicht

Geschichte

Die Eilenriede wurde 1371 den Bürgern Hannovers von den Herzögen Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen geschenkt. Dies gab den Bürgerinnen und Bürgern das Recht, das Waldgebiet als ihr Eigentum zu nutzen und zu pflegen. In der Mitte des 14. Jahrhunderts entstand vor dem Hintergrund des Lüneburger Erbfolgekrieges (1370-1388) zum Schutz von Hannover eine Landwehr rund um die Stadt, vor allem in der Eilenriede. Dies war ein vorgeschobenes Befestigungssystem auf einer Länge von etwa 15 km mit 10 Wachtürmen an den Durchgängen der Ausfallstraßen. Das Gelände zwischen den Türmen war durch Erdwälle und Gräben gesichert, die mit Hecken und Knicks bepflanzt waren. Die verschiedenen Teilabschnitte trugen Namen, wie "Lüneburger Landwehr", "Hohe Landwehr", "Spitze Landwehr".

  • Erhaltene Türme:

    • Pferdeturm (1387)
    • Döhrener Turm 42 (1382)
    • Warttum Lindener Berg (1392)

  • Zerstörte oder umgewandelte Türme/Anlagen:

    • Lister Turm (1387)
    • Kirchröder Turm (1378)
    • Steuerndieb (1392)
    • Bischofsholer Turm (1361)
    • Pinkenburg
    • Roter Turm (1441)
    • Bergfried Grottemekere Campe
    • Bergfried an der Mortmole (1385)

Die Landwehr war zwar aus militärischen Erwägungen angelegt worden, diente aber hauptsächlich dem Schutz von Handelsstraßen mit Zollabgabe, Kontrolle von Holz-, Hude und Weidenutzung sowie als Grenzmarkierung gegen das Umland. Auch sollten sie das Eindringen von streunendem Gesindel verhindern. Der militärische Wert der Anlage war nicht allzu hoch. Beim Angriff von Herzog Heinrich der Ältere 1486 wurde der Döhrener Turm 42 abgebrannt und seine Besatzung erschlagen (siehe Siebenmännerstein). Die Stadt wurde jedoch nicht erobert. Später wurden aus den Wachtürmen Förstereien, um den Holzdiebstahl in der Eilenriede einzudämmen.

Gute erhaltene Wall- und Grabenabschnitte der Landwehr finden sich heute in der Eilenriede im Bereiche des Pferdeturms, des Döhrener Turms und am Inselgraben hinter dem Zoo.

Eilenriederat

Für die Wahrung der Belange der Eilenriede und einiger benachbarter Wälder wurden der Eilenriedebeirat geschaffen. Anlass für dessen Schaffung dieses Gremiums war der Bau des Messeschnellweges in den 1950er Jahren, der zu heftigen Protesten in der Bevölkerung führte.

Literatur

  • H.-W. Heine: Die mittelalterliche Landwehr von Hannover in: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 49 (1981) S. 48-55
  • Speier, Martin; Pott, Richard: Der hannoversche Stadtwald "Eilenriede" in geobotanischer und historischer Sicht. In: Hundert Jahre Reinhold Tüxen. Geobotanik und Vegetationsgeographie. Hrsg.: Richard Pott. Hannover 1999, S. 279-303.
  • Bettina Borgemeister: Die Stadt und ihr Wald. Eine Untersuchung zur Waldgeschichte der Städte Göttingen und Hannover vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Hannover: Hahn 2005. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. 228) ISBN 3-7752-6028-5
  • Stadtwälder in Hannover - Die Eilenriede. Aktualisierte Neuaufl. Hannover: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün 2004.
  • Eilenriedekarte. Maßstab 1:10.000. 3. Aufl. Hannover: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün 2004.

(Broschüre und Karte kostenlos bei: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover, Langensalzastraße 17, 30169 Hannover)

Weblinks

http://www.hannover.de/deutsch/tourist/erlebens/freizeit/gaerten/eilenrie.htm

  • Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover setzen...
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