Marktkirche , Hannover

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Marktkirche (Hannover)

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Die ev. luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi ist die älteste der drei Pfarrkirchen in der Altstadt von Hannover. Der heute noch weitgehend unveränderte Neubau nach norddeutscher Backstein-Gotik stammt aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihrem 97 Meter hohen, markanten Turm gehört die Marktkirche zu den Wahrzeichen Hannovers. Heute (2005) ist das Gotteshaus die Predigtkirche der Landesbischöfin Margot Käßmann und des Stadtsuperintendenten.

Geschichte

Erwähnt wird sie erstmals 1238 unter dem Namen St. Georgii, an ihrer Stelle stand bereits um 1150 ein romanischer Vorgängerbau, dessen Fundamente bei Ausgrabungen 1952 entdeckt wurden.
Bereits 1340 wurden die ersten farbig verglasten Fenster fertiggestellt; von 1342 datiert die Bezeichnung als "ecclesia Sanctorum Jacobi et Georgii". Jakobus, der im Mittelalter sehr populäre Schutzpatron der Pilger und Kaufleute (spanisch: Santiago), und der Heilige Georg, einer der 14 Nothelfer und bekannt als legendärer Drachentöter, sind die Namenspatrone der Kirche. Von 1344 ist ein Spendenaufruf an die Bürger zum Kirchenbau überliefert, 1347 begann man mit der Fundamentierung des Turms, 1349 wurde die Genehmigung zum Abriss des alten Kirchenbaus (um den herum man die neue Kirche errichtete) gegeben. Etwa 1360 gilt als Jahr der Kirchenweihe und im Jahre 1368 wurde schließlich wegen Not- und Pestzeiten und daraus resultierendem Geldmangel der Bau des Kirchturms unterbrochen. Ursprünglich steiler geplant, erhielt die Turmspitze nun einen Dachreiter in Form des verkleinerten Abbilds des Turmes selbst. Im Jahre 1852 wurde das Kircheninnere durch Ludwig Droste neu bemalt und ausgestattet, wobei der Duve-Altar (s.u.) spurlos verschwand. Bei zwei Bombenangriffen im Juli und Oktober 1943 wurde die Kirche bis auf die Außenmauern und die Säulen zerstört. Der überwiegende Teil des Dachstuhls blieb wider Erwarten erhalten. Dendrochronologische Untersuchungen an den Balken ergaben eine Fällung der dazu benutzten Bäume um 1387/88. Der Wiederaufbau erfolgte 1946-1952 durch den Architekten Dieter Oesterlen, wobei der Ziegelstein vollständig freigelegt wurde.

Auf dem Marktplatz, zwischen Marktkirche und Altem Rathaus, fand am 26. Juni 1533 das historische Ereignis statt, das man als Beginn der Reformation in Hannover bezeichnen kann: der Schwur der versammelten Bürgerschaft unter ihrem 'Worthalter' Dietrich Arnsborg. Diese Szene wurde von Ferdinand Hodler in seinem etwas pathetischen Wandgemälde "Einigkeit" (1913) im Hodler-Saal des Neuen Rathauses von Hannover festgehalten.

Zu den bedeutenden Geistlichen der Marktkirche gehören:

  • Georg Scharnikau (Scarabaeus) (1503-1558), seit 1532 erster evangelischer Pastor der Marktkirche
  • Hermann Wilhelm Bödeker (1799-1875), 2. Pastor seit 1825, 1. Pastor seit 1839.

Inneres

  • Der Passionsaltar, entstanden um 1480, wurde 1663 nach Einbau des (von Johann Duve gestifteten) Barockaltars beseitigt und in die Aegidienkirche verbracht. Von dort wanderte er 1856 bei Renovierung der Aegidienkirche ins Welfenmuseum, blieb deshalb im Krieg (bis auf die äußeren Flügel) unzerstört und befindet sich seit 1952 wieder in der Marktkirche.

    • Bei geöffneten Flügeln ist in 21 aus Lindenholz geschnitzten Szenen die Leidensgeschichte Jesu zu betrachten.
    • Am unteren Rand befinden sich Medaillons der Prophetenköpfe, dabei fällt als "kulturhistorisches Kuriosum" (U. Müller) der Erzvater Jakob mit Brille (4. v.l.) auf.
    • Die Rückseite zeigt Szenen aus dem Leben der beiden Kirchenpatrone Jacobus und Georgius, u.a. das Martyrium Georgs.

  • Im rechten (südlichen) Chor befindet sich eine Bronzetaufe (um 1500) aus der Aegdienkirche, im linken (nördlichen) Chor ein Messingtaufbecken.
  • Besonders schön sind die Farbverglasungen in den drei östlichen Fenstern des Hauptchors. Von den 30 Scheiben des mittleren Chorfensters stammen 20 mit Märtyrerszenen noch aus dem 14. Jahrhundert (um 1370).
  • Die Orgel mit 61 Registern in vier Manualen und einem Pedal stammt von den Orgelbauern Hammer/Beckerath (1953/54), der Prospekt von Oesterlen.
  • Das größte Geläut Niedersachsens besteht aus folgenden 11 Glocken:
  1. Christusglocke (, 10 360 kg, 1960)
  2. Großer David (, 3 800 kg, 1650)
  3. Marienglocke (, 2 462 kg, 1951)
  4. Georgenglocke (cis´, 1 800 kg, 1653)
  5. Vater-Unser-Glocke (, 1 380 kg)
  6. Morgenglocke (, 1 050 kg, 1959)
  7. Jakobusglocke (fis´, 623 kg, 1951)
  8. Taufglocke (, 358 kg, 1951)
  9. Ewigkeitsglocke (, 340 kg, 1959)
  10. Liedglocke (cis´´, 237 kg, 1951)
  11. Thomasglocke (dis´´, 140 kg, 1733)
  • Beim Wiederaufbau entstand im Tiefgeschoss der Bödekersaal, der Gemeindesaal, der nach Senior Hermann Wilhelm Bödeker, Marktkirchenpastor 1825-75, benannt wurde. Hier sind auch die Kirchenfundamente zu sehen, die, wie man beim Wiederaufbau feststellte, mehr als drei Meter in die Tiefe reichen.

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