Herrenhäuser Gärten, Hannover

Reisetipps und Fotos zu Herrenhäuser Gärten in Hannover

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Herrenhäuser Gärten

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Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover setzen sich aus dem Berggarten, dem Großen Garten und dem Georgen- und Welfengarten  5  zusammen.

Der Berggarten

Der Berggarten wurde 1666 als Gemüsegarten angelegt. Als Standort diente ein abgetragener Sandberg nördlich des Schlosses von Herrenhausen. Kurfürstin Sophie wandelte den Berggarten  3  jedoch in einen Garten für exotische Gewächse um, wofür er 1686 ein Gewächshaus erhielt.

Parallel dazu hatte der Garten aber auch weiterhin wirtschaftliche Aufgaben. Er diente als Experimentierfeld für die Anzucht südlicher Pflanzen in Niedersachsen. Dieses Experiment scheiterte zwar bei der Reiszucht, gelang aber mit der Zucht von Tabak und Maulbeerbäumen. So wurden ab 1706 die Seidenraupen der Königlichen Seidenraupenmanufaktur Hameln mit Herrenhäuser Maulbeerbaumblättern ernährt. Langfristig lohnte sich jedoch diese Zucht nicht. 1849 wurde das von Laves erbaute Palmenhaus, das nach fünf Jahren die wertvollste und umfangreichste Palmensammlung Europas beherbergte, eröffnet. 1880 kam das Große Palmenhaus von Richard Auhagen hinzu. Es handelt sich hierbei um ein 30 m hohes palastförmiges Gewächshaus aus Glas und Eisen mit Galerien und Wasserfontainen.

Nach der kompletten Zerstörung der Gewächshäuser durch britische Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg wurde der Berggarten  3  nach und nach wieder aufgebaut. Als Ersatz für das legendäre Palmenhaus ist zur Weltausstellung im Jahr 2000 das Regenwaldhaus  7  eröffnet worden, in dessen Inneren eine Tropenlandschaft aufgebaut wurde und in der auch tropische Tiere leben.

Großer Garten

Herzog Georg von Calenberg ließ 1638 bei Herrenhausen, das damals ein selbständiges Dorf war, einen Garten mit Gebäuden anlegen. Sein Sohn Johann Friedrich ließ sich hier ein Schloss erbauen und beauftragte seinen Gärtner Michael Grosse mit dem Bau eines Lustgartens.

Unter Kurfürst Ernst Augusts Frau, Kurfürstin Sophie, wurde der Große Garten ausgebaut. Kurfürstin Sophie hatte ihre Jugendzeit in den Niederlanden verlebt und ließ den Garten in Anlehnung an die dortigen Barockanlagen gestalten. Der Große Garten in seiner heutigen Gestalt entstand bis 1714. Der Grundriss umfasst ein verschobenes Rechteck. Es wird durch Alleen und die Graften (Kanäle) umgeben. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts geriet der Große Garten schließlich in Vergessenheit, weil sich die folgenden in Personalunion regierenden Herrscher von Hannover und Großbritannien in London aufhielten und sich daher nicht um den Garten kümmerten. Dies entpuppte sich als Glücksfall für den Garten: Während im 18. Jahrhundert viele Fürsten anfingen, ihre Barockgärten der Mode entsprechend in Landschaftsgärten umzugestalten, blieb der Große Garten unverändert.

1862, unter Georg V. von Hannover, wurde Herrenhausen zur ständigen königlichen Residenz. Doch nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen und die Annexion Hannovers wurde dieser neuen wichtigen Bedeutung des Großen Gartens 1866 ein jähes Ende gesetzt und die Anlage begann erneut zu verwahrlosen.

1936 kaufte die Stadtverwaltung von Hannover den Großen Garten und renovierte ihn vollständig. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Herrenhausen durch britische Brandbomben völlig zerstört. Der Garten musste daher erneut angelegt werden und war im Jahr 1966 schließlich fertiggestellt. Restaurierungsarbeiten sind bis heute laufend im Gange. Der Große Garten zählt heute zu den bedeutendsten barocken Gartenanlagen Europas. Jährlich im Sommer findet dort bei klassischer Musik ein internationaler Feuerwerkswettbewerb statt, der sich zum lokalen Anziehungspunkt entwickelt hat. Als fester Programmpunkt der Festwochen Herrenhausen hat sich zudem das Kleine Fest im Großen Garten zu einem der beliebtesten Kleinkunstfestivals Deutschlands entwickelt. Das Festival findet jedes Jahr im Sommer an verschiedenen Tagen statt und bietet auf vielen festen und mobilen Bühnen ein breitgefächertes künstlerisches Angebot.

Im Großen Garten befindet sich als eines der letzten ihrer Werke die künstlerisch ausgestaltete Grotte von Niki de Saint Phalle, die erstmals im Jahr 2003 für das Publikum geöffnet wurde.

Georgen- und Welfengarten

1700 wurden im Überschwemmungsgebiet der Leine (Leinemasch) Landsitze des Hofadels des Königreiches Hannover errichtet. 1768 kaufte Graf Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn die dazugehörigen Gärten auf und fasste sie zum "Wallmodengarten" zusammen. 1782 kam das Wallmodenschloss hinzu. Es beherbergte die Kunstsammlung des Grafen.

1835 bis 1841 wurde der Park in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild umgebaut. Man ließ die Wasserläufe der ehemaligen einzelnen Gärten zu Teichen vergrößern. Der umgebaute Park wurde nach Georg IV. von Hannover in Georgengarten umbenannt. Das Wallmodenschloss nannte man fortan Georgenpalais  9 . Heute beherbergt es das Wilhelm Busch-Museum.

1921 kaufte die Stadt Hannover den Park. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände als Gemüsebeet genutzt. So waren nach dem Krieg Erneuerungsarbeiten nötig, um die alte Form des Georgengartens wieder herzustellen. Die 1726 durch den Park angelegte 2 km lange Herrenhäuser Allee 13 wurde ebenfalls zerstört. Bis in die 1970er Jahre wurde die Allee vollständig erneuert.

1717 wurde nördlich der Allee der Wohnsitz des Grafen Platen "Schloss Monbrillant" erbaut, 1857 jedoch schon wieder abgerissen. An seine Stelle trat das Welfenschloss 11, umgeben vom Welfengarten. Vor Fertigstellung des Baus annektierte Preußen nach dem verlorengegangenen Krieg 1866 Hannover. So wurde das Gebäude im Jahr 1879 zum Universitätsgebäude und beherbegt noch heute die Technische Universität Hannover. Davor steht das niedersächsische Wappentier, das Niedersachsenross, errichtet um 1876 von Albert Wolff. Auch der Welfengarten  5  wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Nach dem Krieg wurde er als Universitätscampus wiederhergerichtet.

Anreise

Die Herrenäuser Gärten sind von der U-Bahn Station Kröpcke (nähe Hauptbahnhof) mit den Stadtbahnlinien 4 und 5 in Richtung Garbsen bzw. Stöcken zu erreichen.

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